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Die Leiterkontrolle in dreißig Sekunden: sechs Dinge vor dem Aufsteigen

· 4 Min. Lesezeit

Diese Erläuterung betrifft die Vorschriften in den Niederlanden.

Die jährliche Prüfung sagt nichts über den Schaden von gestern. Sechs Kontrollen, die Sie in einer halben Minute machen, und was Sie tun, wenn eine davon nicht stimmt.

Eine Prüfung ist eine Momentaufnahme

Eine geprüfte Leiter ist nicht dasselbe wie eine sichere Leiter. Die regelmäßige Prüfung sagt etwas über den Tag aus, an dem der Prüfer da war. Sie sagt nichts über den Schlag, den die Leiter vorige Woche bekam, als sie vom Dach des Transporters fiel, und nichts über die Farbe, die seit Dienstag auf den Sprossen klebt.

Deshalb steht in der Praxis dasselbe wie in den Vorschriften: Sie kontrollieren eine Leiter vor jedem Einsatz. Das kostet Sie eine halbe Minute.

1. Die Füße

Drehen Sie die Leiter um und schauen Sie auf die Gummis. Sind sie rund abgelaufen, gerissen oder hart geworden? Fehlt einer? Antirutschfüße sind das Teil, das zuerst verschleißt, und gleichzeitig das Teil, das verhindert, dass die Leiter wegrutscht. Sie sind einzeln nachbestellbar, also ist das nie ein Grund, eine Leiter auszumustern.

2. Die Sprossen oder Stufen

Fahren Sie mit der Hand über die Sprossen. Fühlen Sie Schmutz, Fett, Farbe oder Eis, machen Sie es sauber, bevor Sie steigen. Rütteln Sie danach an einigen Sprossen: Sitzt eine locker im Holm, geht die Leiter außer Betrieb. Eine Sprosse, die sich bewegt, sitzt von allein nicht wieder fest.

3. Die Holme

Peilen Sie an der Leiter entlang, so wie Sie ein Brett auf Geradheit prüfen. Suchen Sie nach einem Knick, einer Delle, einer Verbiegung oder einem Riss. Verbogenes Aluminium ist geschwächt, auch wenn es noch stabil aussieht. Bei einer Holzleiter achten Sie zusätzlich auf Splitter und Längsrisse.

4. Gelenke und Verriegelungen

Bei einer Klapp- oder Teleskopleiter ist das der wichtigste Punkt. Klappen oder ziehen Sie sie ganz aus und prüfen Sie, ob jede Verriegelung hör- und spürbar einrastet. Hakt eine, oder müssen Sie sie mit Kraft an ihren Platz drücken, ist es mit dieser Leiter vorbei, bis sie repariert ist.

5. Das Seil und die Führungen

Bei einer Schiebeleiter ziehen Sie ein Stück Seil heraus und schauen, ob es nicht ausfranst. Prüfen Sie, ob die Führungen und die Haken des Oberteils nicht verbogen sind und ob das Oberteil nicht weiter ausfährt als vorgesehen.

6. Die Aufkleber

Klingt nach Formalie, ist aber keine. Auf der Leiter gehört die Kennzeichnung mit Typ und Norm, und bei einer geprüften Leiter zusätzlich der Aufkleber mit dem letzten Prüfdatum. Ist der unlesbar geworden, können Sie nach einem Unfall nicht belegen, dass die Leiter in Ordnung war.

Etwas stimmt nicht. Und jetzt?

Zwei Regeln, die Sie sich und Ihrer Mannschaft auferlegen:

  • Außer Betrieb heißt außer Betrieb. Stellen Sie sie nicht mit dem Gedanken zurück in den Transporter, dass Sie eben vorsichtig damit umgehen. Hängen Sie ein Schild daran oder nehmen Sie sie von der Baustelle, damit ein Kollege sie nicht doch nimmt.
  • Eine Leiter, die umgefallen oder aus der Höhe gestürzt ist, geht zuerst zur Prüfung. Auch wenn Sie nichts sehen. Eine Verformung von wenigen Millimetern im Holm sehen Sie mit bloßem Auge nicht, und sie ist da.

Machen Sie es zur Gewohnheit

Wer das einmal am Tag beim Ausladen macht, merkt nach einer Woche nicht mehr, dass er es tut. Genau das ist der Sinn: Die Kontrolle, die Sie automatisch machen, ist die einzige, die Sie auch an dem Tag machen, an dem Sie es eilig haben.

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